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DAS GEBÄUDE |
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Ehemalige Synagoge, Wiesenstraße 5
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Davidstern Der Davidstern ist das einzige äußere Merkmal, das heute auf die frühere Nutzung des Gebäudes als Synagoge hinweist
sog. Misrach-Fenster zeigt die Gebetsrichtung gemäß Daniel 6,11 zum ehemaligen Tempel in Jerusalem
Betsaal Der zweigeschossige Sakralteil östlich des zentralen Treppenhauses mit Thora-Nische und Frauenempore
Wohnungen Hier befanden sich die Wohnungen für den jüdischen Lehrer und die sog. Schawesgoi (christliche Bedienstete)
Vorgartenpfosten Aus den Pfosten wurden 1938 die Davidsterne herausgemeiselt - die Reste dieser Davidsterne wurden 2003 übertüncht
Dreiteiliger Bogen Dieser Sandstein-Bogen zeigte den Davidstern, die Gesetzestafeln mit den zehn Geboten und in goldenen Lettern auf hebräisch den Spruch "Wisse, vor wem du stehst!"
Die frühere Synagoge in Zwingenberg - weitere Informationen erhalten Sie, wenn Sie mit der Maus ins Bild zeigen
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Die ehemalige Zwingenberger Synagoge wurde 1903 errichtet. Sie gehört zum Typ der „vervollständigten Synagoge“ (allerdings ohne Frauenbad) mit Betsaal, Schulstube sowie zwei Wohnungen - für den Lehrer sowie für einen Bediensteten. Die Synagoge war Nachfolger der ab 1861 genutzten kleineren Synagoge im alten Stadtkern (Am großen Berg 2).
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1933 lebten 40 jüdische Zwingenberger in unserer Stadt. Die Synagoge in der Wiesenstraße wurde in der Pogromnacht 1938 nicht niedergebrannt, da der kurz zuvor verstorbene Sohn der "Schawwesgoi", der nichtjüdischen Arbeitshilfe für den Sabbat, in der Wohnung seiner Mutter aufgebahrt war. Inschriften und Embleme an der Fassade wurden allerdings in der Folgezeit zerstört.
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Über den Verbleib der Kultgegenstände, die schon zuvor nach Frankfurt ausgelagert waren, ist nichts bekannt. Die Synagoge wurde 1938 von Moritz Schack, dem letzten Zwingenberger Juden, für 6000 Reichsmark verkauft; sie wurde dann als Lagerhalle vermietet. Nach 1945 zahlte der neue Besitzer als Wertausgleich die Kaufsumme noch einmal an die Jewish Claims Conference. Das Gebäude wurde seitdem als Wohnhaus genutzt, steht aber zur Zeit weitgehend leer.
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Nach 1964 wurden an der bis dahin noch original erhaltenen Fassade erhebliche Veränderungen vorgenommen, durch die der sakrale Charakter des Gebäudes getilgt wurde. Seitdem erinnert von außen nur noch der östliche, durch Blendarkaden gegliederte Schildgiebel mit dem Davidstern an der Spitze, die geschmiedete Menora (siebenarmiger Leuchter) in der Gartenpforte sowie Spuren von zerstörten Davidsternen an der Einfriedung an die ursprüngliche Nutzung des Gebäudes. Im Innern sind die Spuren vielfältiger:
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Im Bereich des Synagogenraumes zeichnen sich im Fußboden der Standort des Lesepultes und der Bereich des Thoraschreines deutlich ab.
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Der Umriss des Thoraschreins an der östlichen Giebelwand im Bereich des Obergeschosses ist klar zu sehen.
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In der ehemaligen Thoranische ist eine Bemalung erkennbar. Unter der Tapete befinden sich goldene Sterne auf ultramarinblauem Grund.
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Das Tonnengewölbe des Synagogenraumes ist noch weitgehend im guten Zustand. Auf der Frauenempore ist die jugendstilartig geschwungene Brüstung erhalten.
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Eine Wandbemalung in verschiedenen Schattierungen von Blau, Blau-Grau und Braun ist in Teilbereichen ebenfalls noch vollständig.
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Es ist zu erwarten, dass bei genaueren Untersuchungen weitere Wandbemalungen, Farben und Strukturen zum Vorschein kommen. Seit 1988 steht das Gebäude der ehemaligen Synagoge unter Denkmalschutz.
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