Veranstaltungen 2018

Martin Buber

Quelle: Dutch National Archives, The Hague, Fotocollectie Algemeen Nederlands Persbureau (ANEFO), 1945-1989 bekijk toegang 2.24.01.04 Bestanddeelnummer 915-3262

Zum Holocaust-Gedenktag am Samstag, 27. Januar 2018, lud die evangelische und katholische Kirchengemeinde zusammen mit dem Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge in des evangelische Gemeindehaus, Darmstädter Str. 22 ein. Birgit Meurer, M.A. (Bildungsreferentin im Martin-Buber-Haus) sprach zum Thema " 'Aus der Erinnerung in die Gegenwart treten'- Martin Buber über Holocaust, Krieg und Frieden".
Von David Ben Gurion wurde Martin Buber als „das Gewissen Israels“ bezeichnet. Was hat dieser große jüdische Denker, der von 1916 bis 1938 mit seiner Familie in Heppenheim an der Bergstraße lebte, an Wegweisendem hinterlassen? Besonders in seiner Dankesrede zur Verleihung des Friedenspreises 1953 in der Paulskirche hat er sich mit dem Holocaust und der menschlichen Situation beschäftigt. Und so ist sein Zitat „Aus der Erinnerung in die Gegenwart treten“ ein Vermächtnis: Erinnerung findet ihren Wert in ihrem Einfluss auf unser Tun und Handeln in der Gegenwart. Also doch ein Lernen aus der Geschichte? Nach dem Vortrag soll gemeinsam dieser Anspruch diskutiert werden.
Birgit Meurer ist seit 2010 Bildungsreferentin im Martin-Buber-Haus in Heppenheim. Sie studierte mittelalterliche Geschichte und vorgeschichtliche Archäologie in Würzburg, Erlangen und Tübingen. Schwerpunkte ihres Studiums waren u.a. Rechts- und Kirchengeschichte. Sie arbeitete für verschiedene Museen im In- und Ausland im Bereich Bildung und Veranstaltungen. Ihr besonderes Interesse gilt der jüdischen Kultur und Geschichte.
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Synagoge in Darmstadt

Quelle: Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen

Am Sonntag, 18. März 2018, luden wir um 15 Uhr zum Besuch der Synagoge in Darmstadt und dem angeschlossenen, neu überarbeiteten jüdischen Museum ein. Uns erwartete eine sachkundige Führung durch das 1988 eingeweihte religiöse und kulturelle Zentrum in der Wilhelm-Glässing-Straße 26.
Die Synagoge selbst steht in einem Atrium und wird von den Räumen des Gemeindezentrums umschlossen. Der zweigeschossige Synagogenraum, in dem Frauen und Männer getrennt sitzen, entspricht dem heute noch gültigen orthodoxen Ritus, bei dem das Thora-Vorlesepult in der Mitte steht und der Thoraschrein, gleichsam als Tempel, seinen festen Platz an der Ostwand der Synagoge hat. Beeindruckend ist die prächtige Helligkeit und Farbigkeit des Raumes, die von der zentralen Glaskuppel und den großen rot-gelben und blau-weißen Glasfenstern hervorgerufen werden. Nach den Erläuterungen der jüdischen Gottesdienst-Riten in der Synagoge wird die Führung im neuen jüdischen Museum, das im ersten Stock des Gemeindezentrums eingerichtet ist, fortgesetzt; dort sind viele Dokumente der früheren jüdischen Gemeinde ausgestellt. Besonders eindrucksvoll sind hierbei zwei Silbertäfelchen, die man aus dem Schutt der im November 1938 zerstörten ehemaligen Synagoge in der Darmstädter Friedrichstraße geborgen hatte. mehr

 

Marktplatz nach der Pogromnacht 1938

Zwingenberger Bürger betrachten das verwüstete Haus der jüdischen Familie Wolf

Der Verein „Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge e.V“ lud für Samstag, 5. Mai 2018 zu einem Stadtgang auf den Spuren des Nationalsozialismus in Zwingenberg ein. Die Führung übernahmen Ulrike Jaspers-Kühnhold, Vorstandsmitglied des Vereins „Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge e.V.“, sowie Dr. Fritz Kilthau, Autor des Buches „Mitten unter uns – Zwingenberg von 1933 bis 1945“ und 1. Vorsitzender des Vereins.
Allgemeine Informationen zum Gedenkgang:
Der Rundgang dauert etwa 1 ½ Stunden. Beginnend an der ehemaligen Zwingenberger Synagoge in der Wiesenstraße wird von der Verfolgung, Migration und Ermordung von Zwingenberger Juden sowie über die Gewalttätigkeiten und Prozesse gegen Mitglieder der örtlichen Arbeiterparteien KPD und SPD berichtet. Weitere Themen sind die Aktionen gegen Anhänger der Ernsten Bibelforscher (Zeugen Jehovas) in Zwingenberg sowie die Auseinandersetzungen der Nationalsozialisten mit Vertretern der hiesigen Kirchen. Bei dem Gedenkgang werden großformatige Fotos der Betroffenen mitgeführt.
Details zur Führung finden sich hier. Der Verein "Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge hat die Broschüre "Mitten unter uns" - Stadtgang auf den Spuren von Verfolgung und Widerstand in Zwingenberg an der Bergstraße 1933 – 1945“ mit den Details des Rundgangs herausgebracht - sie kann nach dem Stadtgang erworben werden.

 

Orthodoxe Synagoge in Darmstadt

(Quelle: Architectura Virtualis, Darmstadt)

Am Donnerstag, 14. Juni 2018, 19:30 Uhr wird Dr.-Ing. Marc Grellert (TU Darmstadt) seinen Film-Vortrag "Synagogen in Deutschland - eine virtuelle Rekonstruktion" im Saal des alten Amtgerichts halten. Auf der Basis vieler detailiierter Informationen gelang es, zerstörte Synagogen - beispielsweise die von Worms, Speyer, Mannheim und die orthodoxe Synagoge in der Darmstädter Bleichstraße - wieder sichtbar zu machen. Etliche Beispiele solcher virtueller Rekonstruktionen wird Dr. Grellert in seinem etwa einstündigen Vortrag vorstellen.
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Rekonstruktion der orthodoxen Synagoge Darmstadt

(Quelle: Architectura Virtualis, Darmstadt)

Das frühere IG-Farben-Haus

Copyright: Uwe Dettmar

Der IG-Farben-Konzern: Kriegsindustrie und Massenmord
Arbeitskreis „Zwingenberger Synagoge„ lud zum Besuch der ehemaligen Machtzentrale der IG Farben auf dem Campus Westend der Goethe-Universität ein

Der IG-Farben-Konzern war auf mehrfache Weise in die Vernichtungsmaschinerie des Nazi-Regimes verstrickt, gelenkt wurden diese Aktivitäten aus der Frankfurter Verwaltungszentrale des Unternehmens. Bei einem Rundgang durch dieses 250 m lange Gebäude und zum Norbert Wollheim-Memorial informierte Ulrike Jaspers-Kühnhold, stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises Zwingenberger Synagoge, über Details der Kooperation zwischen IG-Farben und Nazi-Staat. Die eineinhalbstündige Führung fand am 18. August (Samstag) statt.
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Aufmarsch der Hitlerjugend in Bensheim 1935

(Bildrechte: Stadtarchiv Bensheim)

"Senioren aus Zwingenberg und Umgebung erzählen von der NS-Zeit" - zu dieser spannenden Veranstaltung laden wir am Donnerstag, 25. Oktober 2018, ab 19:30 Uhr ins Alte Amtsgericht Zwingenberg. Frauen und Männer, die als Kinder hier aufwuchsen, berichten über den Alltag im Nationalsozialismus, ihre Schulzeit, die Verfolgung von Juden, Kommunisten, Zeugen Jehovas und anderen sowie über die Geschehnisse zu Kriegsende. Eine Frau musste die Bombadierung Darmstadts miterleben und wird über dieses schreckliche Ereignis im Detail berichten.
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Bei der diesjährigen Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht in Zwingenberg am Freitag, 9. November, 19 Uhr in der Remise des Alten Amtsgerichts - der Veranstalter ist der SPD-Ortsverein - wird Dr.-Ing. Fritz Kilthau seinen neuen Bildvortrag "Judenverfolgung in der NS-Zeit - auch in Zwingenberg" zeigen.
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(c) Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge e.V.